PDF/A
Langzeit-Archivformat für PDF-Dokumente, genormt in ISO 19005. Garantiert, dass ein Dokument in Jahrzehnten noch exakt gleich dargestellt werden kann.
Auch bekannt als: PDF/A-1, PDF/A-2, PDF/A-3, ISO 19005
Kurzdefinition
PDF/A ist die in ISO 19005 genormte, archivtaugliche Variante des PDF-Formats. Sie ist bewusst restriktiver als normales PDF: alles, was die langfristige, identische Wiedergabe gefährden könnte, ist verboten — externe Schriftarten, JavaScript, Verschlüsselung, Audio-/Video-Inhalte.
Entwickelt wurde PDF/A für Archive, Behörden und alle, die Dokumente über Jahrzehnte unverändert darstellen müssen.
Die Versionen
| Version | ISO | Jahr | Basis-PDF | Neu |
|---|---|---|---|---|
| PDF/A-1 | 19005-1 | 2005 | PDF 1.4 | Basis-Archivformat |
| PDF/A-2 | 19005-2 | 2011 | PDF 1.7 | Layer, JPEG 2000, PDF-Anhänge (nur PDF/A) |
| PDF/A-3 | 19005-3 | 2012 | PDF 1.7 | Beliebige Dateianhänge |
| PDF/A-4 | 19005-4 | 2020 | PDF 2.0 | Konformitätsstufen vereinfacht |
PDF/A-3 ist die Grundlage für ZUGFeRD — das hybride Rechnungsformat nutzt den erweiterten Anhang-Mechanismus, um eine XML-Rechnung ins PDF einzubetten.
Konformitätsstufen
Jede PDF/A-Version kennt Konformitätsstufen, die dem Versions-Kürzel folgen:
- -b (basic) — visuelle Identität: dokumentierter Look, aber nicht zwingend durchsuchbar
- -a (accessible) — zusätzlich Tagged PDF, Unicode-Mapping, logische Struktur → barrierefrei
- -u (unicode, nur PDF/A-2/3) — zwischen -b und -a: Unicode-Mapping vorhanden, aber keine volle Struktur
In Spezifikationen steht dann z.B. PDF/A-3b (häufigste Form für ZUGFeRD) oder PDF/A-2a (öffentliche Verwaltung mit Barrierefreiheit).
Was ist in PDF/A verboten?
- Eingebettete Dateien außer bei PDF/A-3 (und nur dort mit Einschränkungen)
- Verschlüsselung und Passwortschutz
- JavaScript
- Externe Verweise, die zur Darstellung nötig wären
- Nicht eingebettete Schriftarten
- Transparenz (nur PDF/A-1)
- LZW-Kompression
PDF/A mit der Dokmatiq-API erzeugen
Jedes von DocGen erzeugte PDF kann auf Wunsch direkt PDF/A-konform sein:
curl -X POST https://api.dokmatiq.com/v1/pdf/convert \
-H "Authorization: Bearer $DOKMATIQ_KEY" \
-H "Content-Type: application/pdf" \
-H "X-Target-Profile: PDF/A-3b" \
--data-binary "@input.pdf" \
-o archive.pdf
Für neu generierte Dokumente reicht outputProfile: "PDF/A-3b" im Request. Die API bettet fehlende Schriftarten nach, fügt die nötigen XMP-Metadaten ein und validiert das Ergebnis gegen VeraPDF, bevor es zurückgegeben wird.
Wann ist PDF/A Pflicht?
- ZUGFeRD-Rechnungen: PDF/A-3 zwingend
- Elektronische Akte in der öffentlichen Verwaltung (Deutschland): meist PDF/A-2 oder -3
- GoBD-konforme Archivierung (Steuer/Buchhaltung): PDF/A empfohlen, nicht verpflichtend
- Langzeitarchivierung nach DIN ISO 14721 (OAIS): PDF/A Standard
Häufige Stolpersteine
- Schriftarten nicht eingebettet — Hauptgrund, warum VeraPDF-Validierung fehlschlägt
- Transparenz in PDF/A-1 — moderne Design-Tools erzeugen oft Transparenz, die erst geflatten werden muss
- Farbprofile — PDF/A verlangt entweder DeviceGray/DeviceRGB mit ICC-Profil oder CMYK mit Output-Intent
- Bestehendes PDF nachträglich konvertieren ist aufwändiger als direkt PDF/A-konform zu erzeugen
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